In
letzter Zeit hat die Gemeinde Großenkneten vermehrt Mitteilungen erhalten,
wonach Ratten gesichtet wurden. Ursache für eine erhöhte Anzahl könnte der
milde Winter gewesen sein. Ratten bringen eine gewisse Gefahr mit sich. Sie
können Krankheitserreger übertragen und Nageschäden an Gebäuden verursachen sowie
Nahrungsmittel durch Fraß oder Verschmutzung vernichten.
Die
Gemeinde Großenkneten wird daher durch eine Fachfirma
Rattenbekämpfungsmaßnahmen im gesamten Kanalnetz durchführen lassen. Damit
diese Maßnahme Erfolg hat, bittet Bürgermeister Bernasko die Bevölkerung um
Mithilfe. Nach der Niedersächsischen Rattenbekämpfungsverordnung sind die
Grundstückseigentümer verpflichtet, auf ihrem Grundstück Ratten auf eigene
Kosten zu bekämpfen. Sofern Ratten auf dem eigenen Grundstück gesichtet wurden,
sollten Giftköder oder Fallen an geeigneter Stelle ausgelegt werden.
Damit
Ratten keine Nahrung geboten wird, sollten Abfälle von zubereiteten Speisen
nicht auf dem Kompost entsorgt werden, gelbe Säcke mit Verpackungen, die noch
mit Inhaltsresten versehen sind, sollten an für Ratten unzugänglichen Stellen
gelagert werden und erst zur Abfuhr nach draußen an die Straße gelegt werden.
Lebens- oder Futtermittel dürfen nicht in unzureichend verschlossenen Behältern
an für Ratten zugänglichen Stellen gelagert werden. Speisereste dürfen nicht
über die Toilette entsorgt werden, da die Ratten dann Nahrung im Kanalnetz
finden. Bürgermeister Bernasko empfiehlt die Entsorgung der Küchenabfälle in
einer Biotonne. Diese kostet lediglich 3,80 € im Monat.
Das
übermäßige Füttern von auf dem Grundstück gehaltenen Hühnern oder Gänsen sowie
die Tierhaltung in unsauberen Stallungen und Käfigen sollte vermieden werden.
Den
Ratten sollte auf dem eigenen Grundstück nicht die Chance gegeben werden,
Unterschlupf zu finden und Nestbau zu betreiben. Über Gebäudeöffnungen gelangen
Ratten ins Innere und finden zahlreiche Möglichkeiten des Unterschlupfs vor.
Dies ist häufig auf verwilderten oder unbewohnten Grundstücken der Fall. Daher
sollten Gebäudebeschädigungen schnellstens beseitigt und verwilderte
Grundstücke in einem ordnungsgemäßen Zustand gebracht werden. Bürgermeister Volker Bernasko appelliert an alle Bürger und
Bürgerinnen, bei der Rattenbekämpfung mitzuwirken, damit die Maßnahmen
erfolgreich sind. Die Grundstückseigentümer bittet er, ihren Verpflichtungen
nachzukommen, damit kein flächendeckender Rattenbefall entsteht.